Peeling Wissen

Das Wissen um die geheimnisvollen kosmetischen Peelings, Verjüngungspeelings, medizinischen Peelings, medical peels kurz "Peel" genannt, ist eigentlich uralt. bereits die alten Ägypter schälten die Haut mit Tieröl, Salz und Alabaster. Kleopatra badete bekannter weise in saurer Milch und nützte damit den Peeling - Effekt der Milchsäure. Während die Türken Feuer verwendeten, um die Haut glatt zu brennen, mischten die Indianerfrauen Harn in ihre Pasten, um das Aussehen zu verschönern. Besonders geschickte Peeler waren die ungarischen Zigeuner, die ihre geheimen Peeling Rezepte weiter vererbten.

Was versteht man nun unter einem „chemischen Peeling“, auch genannt „chemische Schälung der Haut“? Im medizinischen Bereich versteht man unter Peeling ein Abschälen der alten Hautoberfläche mit zusätzlicher Einlagerung von Kollagen in den unteren Schichten. Die Haut wird durch das Peeling an der Oberfläche glatter und durch den aufbauenden Kollageneffekt auch praller. Man kann mit chemical peels nicht nur Falten glätten, sondern auch Akne behandeln, Sonnenflecken aufhellen, Warzen, Narben und viele andere unerwünschte Veränderungen an der Hautoberfläche deutlich verbessern und z.T auch zum Verschwinden bringen. Je tiefer und stärker das chemische Peeling, desto besser ist der Erfolg, aber desto stärker auch die schälende Reaktion.

Man unterscheidet verschieden Peeling Arten:

Beim oberflächlichen Peeling wird die oberste Hornschicht der Haut mechanisch oder chemisch entfernt. Diese Behandlung wird umgangssprachlich als Peeling bezeichnet, viele Anbieter bezeichnen diese Methode als Mikrodermabrasion. Beim mitteltiefen Peeling wird die gesamte Hornschicht chemisch entfernt. Dies muss langfristig vorbereitet werden und benötigt ca. eine Woche bis zur Abheilung.

Beim tiefen Peeling wird die Haut bis zur Kollagenschicht abgetragen. Die Abheilung benötigt mehrere Wochen. Dieses sehr intensive Peeling Verfahren ist in Europa kaum üblich und wird von nur wenigen Spezialisten, wie im ruhepol5 , bei entsprechender Indikation und ausführlicher Besprechung mit dem Patienten, eingesetzt.

Die schwächeren Peels , gemeint sind alle Formen der oberflächlichen Peelings, haben so gut wie keine Nebenwirkungen und führen zu keiner Ausfallszeit. Die Patientin/Patient kann trotz Peeling seinerm Alltag uneingeschränkt nachgehen. Die zarten medizinischen Peelings werden daher „LUNCHPEEL" genannt, da man vor, nach, oder anstatt Lunch sich in der Mittagspause beim chemical Peel-Spezialisten verschönern lassen kann, ohne dass es jemand auffällt. Auch das Hollywoodpeel aus den amerikanischen Schönheitpraxen ist eine Variante des Lunchpeels, besonders beliebt bei Schauspielern, die keine Zeit für Nebenwirkungen, aber immer eine schöne und straffe Haut haben möchten.

Je tiefer und damit stärker ein chemisches Peeling durchgeführt wird, desto besser ist der Erfolg - die Haut einerseits glatter, feinporiger und erhält einen gleichmäßigeren Teint; andererseits wird sie durch die Verdickung der Lederhaut auch deutlich straffer und praller- aber desto stärker ist gleichzeitig die schälende Reaktion und umso länger die Ausfallzeit und Nebenwirkungen des Peelings.

Das Chemical Peel hat insgesamt in der dermatologischen Therapie in den letzten Jahren eine Renaissance erfahren, was in erster Linie auf große Fortschritte in der Entwicklung wirksamer und sicherer Peel-Substanzen zurückzuführen ist. Peelings stellen somit heute einen unverzichtbaren Bestandteil der ästhetischen Dermatologie dar; sie helfen dabei, die Haut möglichst lange jung zu erhalten.